Grundschule am Insulaner

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Die Experten vom Insulaner

Jacob/Schwarz
GS am Insulaner
AGs und Projekte

Immer wieder werden wir und besonders unsere Schüler und Schülerinnen, die an den Klima- oder Sport- und Straßenfußballprojekten teilnehmen, als Experten für Veranstaltungen und Interviews angefragt.
Nachdem wir zum Ende des Jahres als Gäste bei der Verleihung des Act Now Awards waren und Sebastian Rode vom 1.FC Bayern München demonstriert haben, wie Straßenfußball funktioniert, hatten wir am vergangenen Freitag mit Ole Schulz einen Historiker und Journalisten zu Besuch, den die Meinung unserer „Klasse in Sport“, der 6b, zu den Themen Fairplay, gemischte Teams, Austausch und selbständige Regelgestaltung interessierte.
Zunächst beobachtete Ole eine normale Sportstunde der Klasse 6b. Anschließend ließ er sich die Straßenfußballmethode präsentieren. Zum Schluss interviewte er dann einige Schüler, Peer und Frau Jacob.

Was macht die Methode „Straßenfußball“ so interessant?

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Der wichtigste Grundsatz lautet: Jeder darf mitspielen.

Jeder, unabhängig von Geschlecht, Alter, Religion, Herkunft, Bildung und Können.
Im Spiel geht es in erster Linie um den Prozess, weniger um den Sieg. In einem fairen und offenen Miteinander gewinnen alle.
Das Spiel an sich bildet nur eine von drei „Halbzeiten“ (deshalb auch „football3“).
In der ersten Halbzeit verabreden die Spieler beider Teams drei eigene Regeln, die von einem Teamer (oder Mediator) festgehalten werden. Einen Schiedsrichter gibt es nicht. Die Spieler regeln ihr Spiel selbst. Nach dem Spiel folgt die dritte Halbzeit, in der die Teams gemeinsam ihr Regelverhalten reflektieren. Alle drei Halbzeiten werden von Teamern (oder Mediatoren) begleitet.
Diese Methode lässt sich gut auf andere Bereiche übertragen. Im täglichen Unterricht und in der Projektarbeit trägt die selbständige Regelgestaltung mit anschließender Reflektion dazu bei, dass die Schüler/Innen teamfähiger, verantwortlicher, selbstbewusster und respektvoller miteinander umgehen.

Die Straßenfußballmethode, von Jürgen Griesbeck in Kolumbien erfolgreich initiiert, wird inzwischen in vielen Ländern der Welt als Grundlage für soziales und globales Lernen genutzt und es ist ein großes Netzwerk entstanden.
Foto von Aktion Auch die Grundschule am Insulaner ist über unsere Partner streetfootballworld und Kickfair e.V. Teil eines weltweiten Netzwerkes. Dazu gehört, dass wir bereits viele Gäste aus fernen Ländern begrüßen konnten; u.a. aus Brasilien, Argentinien, Chile, Paraguay, Kenia und Ruanda. Durch sie lernen unsere Kinder andere Lebenswelten kennen und können diese mit ihren eigenen vergleichen und sie entwickeln Emphatie und Verständnis für andere Kulturen. Durch den direkten Austausch mit Gleichaltrigen über Post, Mail oder Skype erfahren sie, was sie mit Kindern und Jugendlichen anderer Länder gemeinsam haben und was sie unterscheidet, sie erkennen globale Zusammenhänge und lernen nach und nach, dass der wichtigste Grundsatz des Spiels übertragbar ist: Alle wollen eins – mitspielen. Jeder hat das Recht auf ein Leben mit Zukunft, auf Frieden und auf eine gesunde Umwelt. Jeder, unabhängig von Geschlecht, Alter, Religion, Herkunft, Bildung und Können.

Wir arbeiten seit mehr als zehn Jahren nach der Straßenfußballmethode und sind davon überzeugt. Fortbildungen, Workshops sowie nationale und internationale Treffen und Turniere motivieren uns immer wieder aufs Neue. Die Nachhaltigkeit der Methode zeigt sich auch durch den z.T. dauerhaften Kontakt zu ehemaligen Teilnehmern.
Wenn Kinder und Jugendliche Inhalte und Botschaften der Straßenfußballmethode erfahren und beherzigen, ist das eine große Chance – Austausch ist ein wesentlicher Schritt zum Frieden!

Diese Seite wurde am 12.1.2016 aktualisiert.

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